Vom Hospitalfriedhof zum Leipziger Begräbnisplatz
Der Alte Johannisfriedhof entstand 1278 beim Johannishospital. 1536 wurde er zur allgemeinen Begräbnisstätte Leipzigs. Damit reicht seine Geschichte weit vor die heutigen Museumsbauten am Johannisplatz zurück.
Das Ende der Beisetzungen
Die letzte Beisetzung fand am 24. Dezember 1883 statt. Im selben Jahr wurden die erste und zweite Abteilung in Grünanlagen umgewandelt. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und dient als Museumsfriedhof und öffentlicher Park.
Erhaltene und versetzte Grabmale
1991 wurden 58 Grabmale vom Neuen Johannisfriedhof auf den Alten Johannisfriedhof versetzt. Sie ergänzen den Bestand historischer Grabkunst, sind aber von den tatsächlich hier erfolgten Beisetzungen zu unterscheiden.
Franz Dominic Grassi (1801–1880) wurde hier bestattet. Seine Grabstätte verbindet den Ort mit der Geschichte des Leipziger Stifters; mehr dazu unter Bedeutende Grabstätten.
Wiedereröffnung und heutiger Besuch
Nach einer längeren Sanierung wurde der Friedhof 1995 wieder öffentlich zugänglich. Der heutige Zugang liegt am Johannisplatz / Täubchenweg, 04103 Leipzig, unmittelbar beim Grassimuseum.
Die Besuchszeiten unterscheiden zwischen Sommer- und Winterhalbjahr. Die Karte hilft bei der Anreise; zu Fragen der Erhaltung ist die Gartendenkmalpflege zuständig.